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Das Boarding ist der Zeitpunkt kurz vor dem Abfliegen, nachdem Koffer abgegeben sind und der Sicherheitscheck durchlaufen ist.
Es gibt dabei einen klaren Ablauf und die Boarding-Zeit gehört mit zu den wichtigsten Zeitplänen am Flughafen.
Beginnen wir ganz grundlegend: Boarding bezeichnet im Luftverkehr ganz einfach den Einstieg ins Flugzeug. Sobald am Flughafen „Boarding“ ausgerufen wird, bedeutet das:
Alle Passagiere sollen sich zum angegebenen Flugsteig (Gate) begeben und dort mit dem Einsteigen beginnen.
Der Ausdruck stammt aus dem Englischen. „Boarding“ heißt auf Deutsch übersetzt „an Bord gehen“, also das Betreten des Flugzeug.

Die Boardingzeit wird generell so gesetzt, dass genug Puffer bleibt. Bei internationalen Flügen und großen Maschinen startet das Boarding meist 45 bis 60 Minuten vor Abflug, bei Kurzstrecken oft etwa 30 Minuten vorher.
Je nach Situation kann sich dieser Zeitpunkt aber verschieben. Zum Beispiel wenn die Kabine noch gereinigt oder neu beladen wird.
Denn das ist dann der Moment, an dem das Flugzeug die Parkposition verlässt. Dann müssen alle Türen geschlossen, die Brücke entfernt und alle Formalitäten erledigt sein.
Achtung: Viele glauben, sie könnten bis zur Abflugzeit am Gate auftauchen.
Das stimmt nicht. Zu diesem Zeitpunkt muss das Flugzeug praktisch startbereit sein.
Am wichtigsten ist die Gate-Schließzeit. Das ist der Moment, an dem nichts mehr geht. Wenn das Gate zu ist, wird die Passagierliste finalisiert und das Loadsheet (also die Gewichts- und Schwerpunktberechnung) an das Cockpit übergeben. Ein erneutes Öffnen würde diese Daten ungültig machen und sogar den Start-Slot gefährden.
Das heißt: Sie kommen nicht mehr ins Flugzeug. Die Board-Time ist also ausschlaggebend. Sie sollten rechtzeitig dort sein.

Die Fluggesellschaft kann Ihren Sitz anderweitig vergeben oder, falls Sie Gepäck aufgegeben haben, bereits damit beginnen, Ihr Aufgabegepäck wieder auszuladen.
Nein, in den meisten Fällen müssen Sie den Boarding Pass nicht ausdrucken. Wenn Sie online eingecheckt haben, reicht in der Regel die digitale Bordkarte auf dem Smartphone vollkommen aus.
Airlines und Flughäfen akzeptieren heute fast überall mobile Boarding Pässe, die Sie entweder per E-Mail erhalten, in der Airline-App oder über die Wallet-Funktion Ihres Handys speichern können. Wichtig ist nur, dass der QR-Code oder Barcode gut sichtbar ist und am Gate problemlos gescannt werden kann. Ein Ausdruck ist nur dann nötig oder sinnvoll, wenn:

Wenn Sie bereits online eingecheckt haben, stehen Ihnen mehrere Optionen offen: In der Regel können Sie die Bordkarte direkt auf Ihr Smartphone laden (über die Airline-App oder als Wallet-Ticket) oder als PDF ausdrucken.
Viele Airlines schicken nach dem Online-Check-in einen Link per E-Mail, über den Sie die Bordkarte abrufen können. Am Flughafen selbst lässt sie sich notfalls an einem Automaten oder Schalter mit Ihrem Ausweis oder Buchungscode ebenfalls noch ausdrucken.
Die Begriffe Check-in und Boarding werden häufig durcheinandergebracht, bezeichnen aber zwei völlig verschiedene Schritte Ihrer Reise.

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Wenn es beim Einstieg drunter und drüber geht, verzögert sich der Abflug. Airlines haben daher verschiedene Boarding-Systeme eingeführt. Die Einteilung in Gruppen oder Sitzplatz-Zonen, um einen geordneten Ablauf sicherzustellen ist eine davon. Normalerweise steht das entweder auf dem Ticket oder es wird durch die Lautsprecher durchgesagt.
Zunächst versammeln sich die Passagiere im Wartebereich des zugewiesenen Gates. Dort überwacht das Gate-Personal die letzte Vorbereitungen. Ist das Flugzeug bereit für die Aufnahme der Passagiere, wird das Boarding offiziell eröffnet. So läuft ein typisches Boarding ab:

In vielen Fällen liegt die Check-in-Frist bei 30–45 Minuten vor Abflug (Inlands- und Kurzstreckenflüge) und 60 Minuten bei längeren oder internationalen Flügen. Online-Check-in schließt oft etwas später als der Schalter, aber auch hier gibt es Grenzen (z.B. 1 Stunde vor Abflug). Faustregel: Spätestens 45 Minuten vor Abflug sollten Sie eingecheckt sein, sonst riskieren Sie den Verlust Ihres Tickets.
Das ist nur in absoluten Ausnahmefällen möglich. Grundsätzlich gilt: Die Bordkarte ist Ihre Eintrittskarte ins Flugzeug, ohne dieses Dokument (gedruckt oder digital) dürfen Sie nicht an Bord. Beim Boarding scannt das Gate-Personal Ihre Bordkarte und gleicht sie mit der Passagierliste ab.
So wird sichergestellt, dass jede Person im richtigen Flugzeug sitzt und niemand fehlt. Erscheinen Sie am Gate ohne Bordkarte, muss das Personal zunächst Ihre Buchung im System finden und Ihnen eine Ersatz-Bordkarte ausstellen, was Zeit kostet und im schlimmsten Fall dazu führen kann, dass Sie nicht mehr rechtzeitig einsteigen können.
Vielleicht haben Sie auf Ihrer Bordkarte schon einmal etwas gelesen wie “Boarding Group 3” oder “Zone B”. Hierbei handelt es sich um die Boarding-Gruppen, mit denen Airlines den Einstieg organisieren. Das Prinzip dahinter ist einfach. Damit nicht alle 180 Passagiere zugleich zum Gate drängen lassen, sondern in sinnvoller Reihenfolge an Bord bitten.
Gruppe 1 und 2 umfassen häufig Vielflieger mit Status, Passagiere der Business/First Class oder andere Berechtigte, die vorab einsteigen dürfen. Bei Lufthansa etwa gehören in Gruppe 1 die First-Class-Gäste und HON-Circle-Vielflieger, in Gruppe 2 die Business-Class-Passagiere, Senatoren (Frequent Traveller mit Status) sowie Star-Alliance-Gold-Karteninhaber und teilweise auch Flex-Tarif-Kunden.
Höhere Gruppennummern (3, 4, 5 ...) stehen für die restlichen Passagiere, meist Economy Class, die gestaffelt nach Sitzplätzen einsteigen. Eine höhere Zahl ist kein Nachteil, sondern Teil des Systems zur Boarding-Effizienz. Beispielsweise ordnet Lufthansa auf Europastrecken die Economy-Passagiere so zu: Gruppe 3 für Gäste mit Fensterplatz, Gruppe 4 für Mittelsitz, Gruppe 5 für Gangplatz.
Dahinter steckt ein durchdachtes Boarding-Konzept. Indem bestimmte Gruppen nacheinander einsteigen, vermeiden Airlines Engpässe im Kabinengang. Wenn etwa alle Passagiere ohne Reihenfolge gleichzeitig losstürmen, stehen am Ende vorne im Gang die ersten schon am Sitz, während die hinteren noch nicht mal eingestiegen sind.

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Viele Airlines bieten heutzutage gegen Aufpreis Priority Boarding an. Also ein bevorzugtes Einsteigen. Mittlerweile bietet fast jede Airline ein solches Programm an (auch Billigflugairlines wie Ryanair). Man kann dies vor Buchung seines Fluges (falls man ihn nicht über einen Reiseveranstalter bucht) selbst auswählen. Die Preise dabei varieeren, meist zwischen 20 - 200 €.
In der Regel sollten Sie spätestens zur auf der Bordkarte angegebenen Boardingzeit am Gate sein, oft rund 30-60 Minuten vor Abflug. Viele Airlines schließen das Gate etwa 15 Minuten vor Abflug. Wer nach „Gate Closing“ eintrifft, hat meist keine Chance mehr, an Bord zu kommen.
Die Boarding-Phase dauert dann je nach Fluggröße 15 bis 30 Minuten, sodass etwa 10–15 Minuten vor Abflug die Türen geschlossen werden. Hat sich jemand verspätet, wird er in der Regel 2 mal ausgerufen. Das kann dann beispielsweise zu Flugverspätungen führen.
Kurz darauf rollt das Flugzeug aber dann zur Startbahn. Insgesamt liegen zwischen dem ersten Boarding-Aufruf und Abheben ungefähr 30–50 Minuten. Sollte es später der Fall sein, haben Sie womöglich Anspruch auf eine Entschädigung.
Nein, denn das Flugticket ist Ihr gekaufter Anspruch auf Beförderung (heutzutage meist elektronisch gespeichert). Das erhalten Sie meist per E-Mail vorab. Während der Boarding Pass (Bordkarte) das Dokument ist, das Sie nach dem Check-in erhalten und mit dem Sie an Bord gehen dürfen.
Wenn Sie nach der angegebenen Boardingzeit erst am Gate auftauchen, könnte es schon kritisch werden. Ist das Boarding noch im Gange (z.B. Ihre Gruppe wurde gerade erst oder noch nicht aufgerufen), können Sie meistens noch mit einsteigen. Gehen Sie dann zügig zum Gate und melden Sie sich. Haben Sie jedoch die Gate-Closing-Phase erreicht oder gar überschritten, stehen die Chancen schlecht: Das Gate-Personal könnte bereits Ihren Namen ausgerufen (“Last Call”) und das Boarding abgeschlossen haben.
Last Call ist der letzte Aufruf für fehlende Passagiere, bevor das Gate endgültig schließt. Hören Sie am Flughafen die Durchsage “Last Call for passenger Müller on flight XYZ...”, dann ist das Ihre allerletzte Chance zum Gate zu sprinten. Beim Last Call signalisiert das Bodenpersonal: Wir warten nur noch Sekunden auf Dich, dann machen wir zu. In der Regel erfolgt Last Call ein paar Minuten vor Gate Closing.
Gehen Sie einfach so schnell wie möglich zu einem Check-in-Schalter Ihrer Airline oder zum Gate-Schalter, falls Sie bereits im Abflugbereich sind. Mit Vorlage Ihres Reisepasses oder Personalausweises kann das Personal Ihre Buchung im System aufrufen und eine neue Bordkarte drucken.
Das dauert in der Regel nur ein bis zwei Minuten. Wichtig ist, dass Sie rechtzeitig darum kümmern, am besten bevor Boarding beginnt. Sollten Sie es erst am Gate merken, sagen Sie dem Mitarbeiter dort Bescheid, oft liegt die Passagierliste aus und man weiß, dass Sie eingecheckt sind.
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